Auch Gottesdienstmuffel, die sonntagmorgens nicht den Weg in die Kirche finden sind eingeladen. In diesem besonderen Gottesdienst drehe sich alles um das Thema "Das Geheimnis der Handtasche". Es sei beileibe aber kein Frauengottesdienst, so Büttner, sondern es gehe um die Fragen "Wie weit und von wem man sich in die Tasche schauen lasse" und "Was haben unsere Taschen mit Gott zu tun?" Im Gottesdienst werde dazu auch eine begehbare Handtasche aufgebaut. Die Thomasmesse folgt einem festgelegten Ablauf, der aber Platz lässt für persönliche Erfahrungen. Abwechselnd, so Pfarrer Büttner, sind "alle zu gemeinsamen Aktionen wie Singen, Zuhören, Essen oder Trinken eingeladen aber auch zu Momenten, in denen jeder einzelne etwas für sich alleine tun kann." An thematisch gestalteten Seitenaltären besteht die Möglichkeit mehr zum Thema zu erfahren oder selbst Fürbitten zu formulieren. Der Gottesdienst dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden, es schließt sich ein Imbiss an. Zum Gottesdienst gehören neben dem Abendmahl Segnungen und Salbungen, also Segenswünsche, die durch Berührungen emotional bekräftigt werden. Pfarrer Büttner nennt das "einen Moment der Berührung". Die Thomasmesse als eine alternative Form des evangelischen Gottesdienstes stammt aus Finnland und wurde zum ersten Mal 1989 in Helsinki gefeiert. Seit 1993 gibt es auch in Deutschland Thomasmessen, ihre Zahl steigt kontinuierlich. Die meisten von ihnen zeichnen sich durch eine überraschend große Zahl von Besuchenden aus. Der Gottesdienst ist konfessionsübergreifend gestaltet. Vorbereitet wurde der Gottesdienst in Gießen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus verschiedenen Gemeinden. (Matthias Hartmann, Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Gießen) Sonntag, 11. März 2007, 18 Uhr, Thomaskirche, Röderring 30A So war's. Der Bericht über die Thomasmesse "Das Geheimnis der Handtasche" © Evangelische Thomasgemeinde Giessen Impressum Kontakt Email Web-Site selfmade |