Stadtteilbeirat: Wie geht’s weiter ?

"Hauptsache Giessen Nordstadt"


Giessen Nordstadt
Graffiti in der Nordstadt. (Foto: mkr)
Die Nordstadt soll die Hauptsache Gießens sein. Oder wie ist das Graffiti "Hauptsache Giessen Nordstadt" zu verstehen? Die Bemühungen um diesen Stadtteil sollen nicht aufhören, sondern in der Stadtpolitik ganz vorne stehen. So begreife ich das auf der Verkehrsinsel gesprayte Anliegen Ecke Waldbrunnenweg / Wiesecker Weg.

Die Hauptsache der Nordstadt ist, dass sie eine liebenswerte und lebenswerte Wohngegend ist und bleibt. Hier sollen Familien und Einzelne in
Frieden miteinander wohnenkönnen. Insgesamt klappt das schon ganz gut, aber es müsste noch besser werden. Das Leben für Alte, für Kinder und Jugendliche, für Arbeitslose, für Alleinerziehende, für Migranten und Migrantinnen ist nicht einfach. Das Miteinander fällt oft noch schwerer.

Gut, dass es zur Unterstützung der Nordstadt das Programm "Soziale Stadterneuerung" mit unterschiedlichen und hilfreichen Angeboten gibt. Doch es läuft Ende 2008 aus. Bis dahin muss eine neue Form gefunden werden, sich zu organisieren. Nur wenn die Interessensvertretung der Bürger und Bürgerinnen gewährleistet ist, können auch die schwierigen Seiten des Lebens in diesem Stadtteil zum Positiven verändert werden. Als Verstetigungsform ist zum Beispiel ein Verein denkbar, der sich um die Weiterführung von Projekten kümmert und deren Finanzierung sicherstellt.

Die Zeit drängt. Gute Ideen sind entwickelt, müssen aber bald in die Tat umgesetzt werden. Damit die Nordstadt Hauptsache bleibt, müssen alle mittun.

Barbara Görich-Reinel


Aus: Gemeindebrief der Evangelischen Thomasgemeinde
Ausgabe 1/2007, März - Mai 2007





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