Wer war der Maler Georg Röder?

Seniorenkreis informiert sich über Namensgeber des Röderrings


Das Gemeindezentrum der Thomasgemeinde liegt am Röderring. Nach wem ist die Straße benannt, wer war der Namensgeber? Es war Georg Röder – ein Maler, der 1867 in Gießen geboren wurde und 1958 in Wuppertal starb. Über Röder’s Kunst und sein Leben berichtet am 6. November 2002 der Direktor des Oberhessisches Museums Dr. Friedhelm Häring im Seniorenkreis der Thomasgemeinde.

Museumsdirektor Haering und Pfarrerin Goerich
Der Kunstfachmann im Seniorenkreis:
Museumsdirektor Friedhelm Häring und Pfarrerin Barbara Görich-Reinel.

Georg Röder bewies schon in jungen Jahren großes Zeichentalent und erhielt als Schüler Malunterricht. Im Alter von 14 Jahren verließ er die Schule und machte eine Lehre in einer Gießener Steindruckerei. Nach deren Abschluss begab sich Röder 4 Jahre später als Handwerksbursche auf die Wanderschaft und kam in die damals aufblühende Industriestadt Barmen. Hier arbeitete er als Grafiker, Lithograf und Industriezeichner und entwickelte seine Malkunst weiter.

Als Landschaftsmaler erwarb er sich einen guten Ruf. Beschreibungen von Röder’s Leben wissen von Reisen durch Deutschland und Europa. Im 2. Weltkriegs wurde Röder’s Atelier in Wuppertal durch Bomben zerstört und er zog an den Bodensee, bis er im 83. Lebensjahr zurück nach Wuppertal ging. Kunstkritiker sprechen von Röder als „Spätling der Romantik“ oder nennen ihn einen „Maler der deutschen Landschaft, dem spekulatives Experimentieren zuwider war“ (Bernd Fischer). Röder war Mitglied im Oberhessischen Küstlerbund, wurde 1953 zum Ehrenbürger Gießens ernannt und wurde 1957 zum Namensgeber des Röderrings. Kunstwerk von Georg Roeder
Nicht ganz typisches Kunstwerk: Bekannter ist der Künstler Georg Röder als "Maler der deutschen Landschaft".





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